Die Psychiatriewoche  08.– 16.09.2016

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert psychische Gesundheit als „Zustand des Wohlbefindens, in dem der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv und fruchtbar arbeiten kann und imstande ist, etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen“.

Laut WHO ist die psychische Gesundheit für den einzelnen Bürger eine Voraussetzung dafür, dass er sein intellektuelles und emotionales Potenzial verwirklichen und seine Rolle in der Gesellschaft, in der Ausbildung und im Arbeitsleben finden und erfüllen kann. Auf gesellschaftlicher Ebene trägt die psychische Gesundheit zum wirtschaftlichen Wohlstand, zur Solidarität und zur sozialen Gerechtigkeit bei. Dagegen verursachen psychische Erkrankungen vielfältige individuelle und gesellschaftliche Kosten und Verluste, ganz zu schweigen von der damit verbundenen Belastung unserer Gesundheitssysteme.

Die Weltgesundheitsorganisation hat in den Industriestaaten diejenigen Krankheiten untersucht, die dort für Menschen mit den häufigsten Einschränkungen verbunden sind. Dabei wurden alle verfügbaren Daten auf das Jahr 2030 hochgerechnet. Unter den weltweit häufigsten Erkrankungen in den Industriestaaten finden sich fünf psychische Erkrankungen wieder: Depression, Alkoholabhängigkeit, bipolare Störungen, Schizophrenie und Demenz.

Innerhalb eines Jahres erkranken 9 % aller Menschen in Deutschland an einer psychischen Störung. Auf die gesamte Lebenszeit bezogen ist jede zweite Frau und jeder dritte Mann mindestens einmal psychisch krank. Dies zeigt, dass psychische Erkrankungen zu den Volkskrankheiten zu zählen sind.

Im Rahmen der jährlich im September stattfindenden Psychiatriewoche präsentieren sich zahlreiche Institutionen, die in Frankfurt und näherer Umgebung Angebote und Hilfen für psychisch kranke Menschen vorhalten.

Die diesjährige Psychiatriewoche findet in der Zeit vom 08. – 16.09.2016 statt und wird, wie jedes Jahr, mit einer Eröffnungsveranstaltung beginnen. Die Eröffnungsveranstaltung steht unter dem Leitthema „Resilienz“ und wird im Internationalen psychosozialen Zentrum des IFZ in Frankfurt-Rödelheim stattfinden.

Weitere Details dazu können Sie in Kürze dieser Homepage entnehmen.